Die Satzung der St. Lucia

Ich, Taucherin, Taucher des 21. Jahrhunderts verpflichte mich:

MIT MIR SELBST

Meine Haut in eine schwarze Kleidung zu verschmelzen, jedes Mal wenn meine Seele in die Windungen versinkt.
Nicht zu vergessen, dass ich auch einmal ein Anfänger war.
Im Gedächtnis zu bewahren, dass meine Spezialgeräte und meine Ausbildung immer weniger wirkungsvoll sein werden als die Bescheidenheit hinsichtlich der Elemente.
Im Gedächtnis zu bewahren, dass ich niemals ein Supertaucher bzw. eine Supertaucherin sein werde, aber vielleicht eines Tages ein alter Taucher bzw. eine alte Taucherin.
Nicht auf die dunkle Seite der Taucherhaube umzukippen, sobald ich anerkannte Kompetenzen erworben habe. Den Geist zu respektieren, mit dem mir meine Ausbilder ihr Know-how und ihre Erfahrungen beigebracht haben.

MIT DEN ANDEREN

Mich auf einem Boot würdevoll zu verhalten, indem ich meinen Nachbarn, der ebenfalls ein Taucher ist, anrede.
Am Duft des Neoprens als Vorgeschmack oder Erinnerung an gute Momente zu schnuppern.
Die Anweisungen und Ratschläge des Tauchleiters zu beachten, er ist nämlich nicht ganz zufällig da.
Die Stille des Moments nach dem Tauchen zu garantieren, indem ich vermeide, meine Druckreduzierventile mit der Luft meiner Flasche zu trocknen.
Die Bewohner und ihre Umgebung zu respektieren, indem ich meinen Taucheranzug nicht überall trocknen lasse und mich nicht in der Öffentlichkeit zur Schau stelle.

MIT DEN ELEMENTEN

Meine Flossen als Antriebsmittel und auf keinen Fall als Unterwasser-Traktor zu benutzen.
Clever zu tauchen, indem ich beim Tauchen ein geeignetes Areal wähle.
Die Überraschungen und die verpassten Begegnungen mit der Fauna als Faktoren zu akzeptieren, die untrennbar mit dem Tauchen verbunden sind.
Ohne Hemmungen nicht weit von Zuhause zu tauchen, denn jedes Tauchen ist ein Abenteuer.   


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